Heute stinkts gewaltig. Nein, nicht mir.
Weder singsing, toktok noch shopshop stehen auf dem Programm: nein, heute gehts um "DeiDei". Nach einem schweisstreibenden Marsch haben wir das Ziel erreicht. Die mitgereisten Geologen flippen beinahe aus: Geysire sind es, die sie verzücken lassen. Aus stinkenden Schlunden geifern schweflige Schwaden, die Pforten zur Hölle stehen weit offen. Ein Tritt auf die falsche Stelle und man würde direkt in die Klauen Luzifers fallen.
Die Einheimischen nutzen die heissen Quellen als Riesenkochtopf: Ob "Boeuf bouilli" (eher nicht), Kartoffeln (eher schon) oder Eintopf mit Flughund (eher selten): hier braucht man keinen Steamer.
Fällt jemand in eines dieser Höllenlöcher, so nennt man dies in der einheimischen Sprache "Krank- man gone, isse weg-man" oder kurz "weg-weg".
Gsell taucht wieder. Heute mit einer Vortaucherin namens Queen Victoria. Baby-Tauchen für Anfänger. Die Kindergärtnerin ist derart aufgeregt, dass sie nach wenigen Minuten ihren Tank leergesoffen hat. Aber was solls: schee woars ...
Samstag, Oktober 14, 2017
PNG (18) Fergusson Island
PNG (17) Tufi / Gsell taucht ab
Auf dem Schiff befinden sich etwas mehr als 80 Reisende. Nur gerade 5 davon tauchen. Müsste doch einfach sein - ist es aber nicht! Ein neuseeländischer Divemaster muss die Tauchgänge organisieren.
Ich denke, dass ich gerne mit ihm tauchen würde, allerdings nicht auf der "Discoverer". Alles ist überreguliert, preussisch organisiert. Ein Widerspruch an sich, befinden wir uns doch auf einem Schiff das einem Italiener gehört (tauchen ohne Limit), der in Monaco residiert (Geld ohne Limit) und das Schiffchen in Nassau (Bankgeheimnis ohne Limit) registriert hat. Aber eben, Nassau liegt auf den Bahamas, nur einen Katzensprung von "Trumpistan" entfernt... und dort warten täglich Millionen von Anwälten auf eine Sammelklage.
Eine kurze Zusammenfassung für die tauchenden Leser: Herzige Fischlein auf herzigen Korällchen. Jöööööööh....
Heute Abend ein zünftiges Stück Fleisch vom "Hot Stone". Unser Dampfer war vor unserer Reise in Kobe (Japan). Die Erwartungen sind also ziemlich hoch.
Das Lied des Tages: "Oh sole mio", gesungen von Caterina Valente. Dazu ein Kapitel aus dem Buch "The Blue of Capricorn" von John Burdike.
Das Wort des Tages:
"Krankman" nennt man in der Sprache Papua-Neuguineas ("Tok Pisin") einen Geisteskranken ..
Buona notte tutti ....und bis bald
Hape und Monika
Freitag, Oktober 13, 2017
PNG (17) Tufi Pix
Mein Blog mag meine Fotos heute wieder nicht ... Nach Ende der Reise werde ich sie auf einer Fotoseite veröffentlichen ... Infos dazu später ...
PNG (17) Tufi
Der Morgen ist angebrochen. Eine Phrase die es so nicht geben dürfte: Hier wird NICHT erbrochen! Die See, das Meer- wie immer man es nennen mag - ist von einer seidenen Glätte; nicht die kleinste Welle stört das Auge, die Sinne. Das Schiff gleitet durchs blaue Wasser, die Sonne küsst den neuen Tag ...
Wir ankern vor Tufi, uns erwartet ein Tag wie kein anderer. Der Empfang ist überwältigend! Wer gedacht hatte, es erwarte ihn ein langweiliger Inselbesuch, wurde masslos - jedoch nicht lautlos - enttäuscht.
Laut schreiend stürzen herrlich-grauslig bemalte Krieger aus dem Busch, ein simulierter Angriff mit langen Speeren, lautes Kriegsgeheul ertönt: Tufi tanzt!
Und Monika fotografiert. Mit einer Polaroid Kamera macht sie Aufnahmen von fröhlichen Kindern. Die Sofort-Bilder werden dem Chief übergeben der sie später verteilt. Ein "Heidenspass", auch wenn die Menschen schon längst von Missionaren getauft worden sind ...
Der Inselpolizist nähert sich und bietet mir Marihuana an ... ich offeriere ihm einen Cigarillo.
Treffe auf einen amerikanischen Historiker und Schriftsteller der in der Gegend wohnt. Leider ist die Zeit zu kurz, Gsell geht heute wieder tauchen. Bis später ...
PNG (16) Tami Islands
Die "Discoverer" ankert vor den Tami Inseln, vier kleinen Koralleninseln östlich der Huon-Halbinsel. Gegenüber liegt das Kap Cretin und das ehemalige Kaiser-Wilhelms-Land. Gsell (wasserscheu, da Taucher), bleibt auf dem Dampfer, Monika aber setzt mit dem Gummiboot auf die Insel rüber. Kaum an Land, hört der Regen auf, die Sonne drückt .. Temperaturen von über 30 Grad, Luftfeuchtigkeit 100 Grad und die komplette Bevölkerung erwarten sie.
Ich sortiere mich durch die Fotos ... Tausende werdens wohl bereits sein ...
Am Abend eine Pizza an Bord unter freiem Himmel, dazu eine Guttere Rosso, perfetto. Die Sonne ist schon längst untergegangen, das Schiff fährt Richtung Tufi.
Zum Schluss noch ein paar Sprachfetzen aus Papua Neuguinea:
Haus sick = Krankenhaus
Haus buk = Bibliothek
Speisesima = Speisezimmer
... und auch heute wieder ein Lied zum Text:
"Singin' in the rain ...." in der Version von Gene Kelly (nein, hat nichts mit der gleichnamigen Familie zu tun)
Stay tuned!
HP und Monika
Donnerstag, Oktober 12, 2017
PNG (15) Madang / über Wasser
Gsell taucht, Monika geht "shoppen". Das Angebot in down-town Madang ist allerdings bescheiden. Die Markthalle jedoch ist gut bestückt: Gemüse und Früchte in Hülle und Fülle, wuslige Geschäftigkeit, farbenfroh und voller geheimnisvoller Düfte. Sauber und schön präsentiert - da könnten sich manch' Schweizer Comestible-Händler eine Scheibe abschneiden. Matterhörner aus Kartoffeln erheben sich gen Himmel, die "Rüebli fürs Büebli" sind hübsch gebüschelt. Die Fisch-Abteilung kann ich nicht beurteilen: Monika umgeht solche Auslagen wegen der erwarteten Geruchsattacken grossräumig.
Zu sehen gabs ein Monument zu Ehren der einheimischen "Coast-Watcher" (WW2), ein Sing-sing mit Tok-tok in Bil-bil und eine schattige, preussische Prachtsstrasse. Schattig wie die Erinnerungen an Kaiser Wilhelms Kolonialpolitik ..
Bis morgen .... auf Tami-Island ..
HP und Monika
PNG (15) Madang / unter Wasser
Der Titel dieses Posts könnte irreführend sein: Weder steht die Stadt Madang unter Wasser noch handelt es sich um eine Schwesterstadt von Unterwasser, dem weltberühmten Skiort im Toggenburg.
Nein, heute geht Gsell unter Wasser. Friedrich-Wilhelmshafen hiess der Ort früher ... Weshalb das so ist, und warum die Menschen hier Hans, Georg oder Gerhard heissen? Für Erklärungen reicht der Platz hier leider nicht aus ... Ein Bilck zurück in die deutsche Kolonialgeschichte hilft vielleicht weiter.
Was aber gibts zum Tauchen zu sagen? Da schweigt des Sängers Höflichkeit .. ein absichtlich versenkter Kutter (zum vergessen), ein Flugzeugwrack (hmmm), ein Motorenschaden am Tauchboot. Etwa zur gleichen Zeit Motorenpanne beim Ausflug in die Mangrovensümpfe ...
Monika hatte eindeutig einen interessanteren Tag ...
Mittwoch, Oktober 11, 2017
Dienstag, Oktober 10, 2017
PNG (14) Sepik River / Kopar Village
Unser Dampfer hat das Mündungsgebiet des Sepik River erreicht. Das grösste Flussgebiet von Papua Guinea. Hunderte von Stämmen leben in diesem riesigen Gebiet, hunderte von Sprachen und Dialekten werden gesprochen - und meist nicht verstanden. Sogar die Hunde "sprechen " seltsam: Sie können nicht bellen, sie jaulen sich nur an. Vielleicht wegen der vielen Krokodile, die überall im brackigen Wasser auf der Lauer liegen ...
Wir ankern vor dem Dorf Kopar. Ein grosses Sing-Sing wird veranstaltet: ein Mix aus Brünig- Schwinget, Eidgenössischem Jodlerfest, "Lets dance" sowie der Emmentaler Liebhaberbühne: einfach farbiger, lauter und unbeschwerter.
Die Polizei ist vor Ort: Manchmal sollen die Feste auch ausufern ...
Wir aber werden wieder verladen, das Schiff wendet um 180 Grad und wir "reiten" auf sanften Wellen in denSonnenuntergang nächstes Ziel: Madang.
PNG (13) Karau / Murik Lakes
Auf der Fahrt zum Mündungsgebiet des Sepik River Zwischenstopp bei den Murik Lakes. Delfine begleiten uns, die ersten Kanus mit Eingeborern werden gesichtet.
"Zehn kleine Gummiboote
fahren über die Seen,
angekommen jedoch sind
nur noch etwa zehn."
An dieses abstruse Gedicht musste ich denken, als sich unsere Karawane dem Dorf Karau näherte. Grosses Sing-Sing, Begrüssung durch Namba-One (Nr 1 = Chef), Geschenkübergabe durch HP (Namba-One) und Monika an den Chief, der erst vom lokalen Tourismus-Minister aufgeklärt werden musste, um was es eigentlich ging. Aber "schee woars"!
Und schon wieder wird der Anker gelichtet, nach 3 Stunden erreichen wir das Dorf Kopar am Sepik River. Dazu später mehr ....
Montag, Oktober 09, 2017
PNG (12) Vanimo
Das Schiff ankert in der Bucht von Vanimo. Das Wetter scheint perfekt für einen ersten Landgang. Die "Mannen und Frouen" der Einwanderungsbehörde sind bereits an Bord und kontrollieren, was es zu kontrollieren gibt.
Mit Schlauchbooten gehts an die Küste; links und rechts liegen, akkurat aufgeschichtet, Tausende von Baumstämmen für den Export bereit, sie werden auf chinesische Schiffe verladen. Und so gehen auch noch die letzten Tropenhölzer dahin... um als Fussböden zu enden .... auf denen wir später beim Small-talk über die Abholzung der Regenwälder lästern werden.
Der Empfang durch die Bevölkerung in Vanimo war überwältigend, voller Emotionen, Lebensfreude pur!
Es werden zwischen 400 und 600 (!) Menschen gewesen sein, die für uns (84) gesungen, getanzt und gelacht haben. Fröhliche Kinder umringen uns, möchten fotografiert werden. Ein älterer Herr erklärt mir die Welt der Bäume, eine Lady mit gekraustem, schwarzem Haar zeigt auf eine Kopfbedeckung aus Federn. Zum Glück stammt der Federschmuck nicht von einem Paradiesvogel, sondern vom letzten Suppenhuhn ...
Kurz nach Mittag sind wir wieder zurück auf unserm Dampfer. Der Champagner ist kalt, der Pool gefüllt (Wasser), wir hören uns gscheite Vorträge von gscheiten Menschen an. Das Schiff nimmt Kurs auf die Flussmündung des Sepik River.
Musik zum Text: "Sailing" von Rod Stewart.
Das Buch des Tages: "Reise um die Welt" von Mark Twain. Dazu ein "Beck's" und gute Laune!
Cheers!
Hape und Monika
Samstag, Oktober 07, 2017
PNG (11) mehr Meer ..
Gestern Abend erste Lesung als Autor des Buches "Immer wieder Fernweh". Und dies an Bord der SILVER DISCOVERER! Anwesend ist die ganze Reisegruppe (zwangsweise), die Kapitänin (freiwillig), ein Professore (weiss-ich-nicht... ), ein Expeditionsleiter (vermutlich unfreiwillig), der letzte verbliebene Buchhändler von den Osterinseln (Hamburger - schwer einschätzbar), ein Reiseleiter aus Frasnacht (kein Tippfehler) und ein paar philippinische Kellner. Dazu Champagner, Häppli und Sonnenuntergang.
Schwester Monika musste bereits wieder zu Skalpell und Pinzette greifen und mir ein eingewachsenes Barthaar heraus reissen. Die Dinger wachsen wie sie wollen! Da wird auch der Wechsel von der nördlichen in die südliche Hemisphäre nichts nützen. Gegen 14.00 Uhr werden wir nämlich den Aequator überqueren. Vielleicht werden sie (die Haare) anschliessend nordwärts wachsen.
P.S. Eigentlich wurde ich Autor, weil ich kein Redner bin. Das war eine grobe Fehleinschätzung: Jetzt BIN ich Autor und MUSS reden.
Werde mal Anlauf holen, keine Ahnung wie hoch der Aequator ist ...
(Der Song des Tages: Gente di mare, gesungen von Umberto Tozzi)
Freitag, Oktober 06, 2017
PNG (9) Ein Bier aus Stein
Fredi, der Schweizer Braumeister der einzigen Hausbrauerei Mikronesiens, braut tatsächlich ein gut schmeckendes und tropentaugliches Bier. Wir sitzen an der Bar des Manta Ray Bay Hotels auf der Insel Yap. Monika hat schon die halbe Bevölkerung begrüsst, man kennt sich eben ... Ich habe mit Mantas, Haien und Willie, dem "alten" Schwerenöter und Navigator getaucht, getratscht und einen Stumpen geraucht. Passende Musik dazu: "What a wonderfull world", gesungen von Louis Armstrong.
Spannende Begegnungen an der Bar: Wir lernen Richard und seine charmante Begleiterin kennen. Er ist Schadenexperte für Schiffsunfälle, sie arbeitet in einer Anwaltskanzlei, die sich mit Schiffen und ihren Nöten auseinandersetzt. Waren vor vielen Jahren auch im "Thofinn case" dabei, später mit der "Truk Siren" und vor einigen Monaten mit der "Truk Master".
Die Inselbevölkerung zeigt was sie am besten kann: tanzen, singen und zwischendurch ausruhen. In der prallen Sonne zu tanzen ist ziemlich schweisstreibend! Yap ist die Insel des Steingeldes. Mehr Infos dazu in meinem Buch "Ikefang und Gutgenug".
PNG (10) Heute Meer
Während 2 Tagen sind wir auf hoher See. Diese See ist natürlich ein Meer. "Hoh" scheint es mir nicht zu sein, es liegt auf Meereshöhe. Seemannssprache ist gewöhnungsbedürftig! Während des "Captains Dinner" sassen wir mit dem "Financial Officer" am Tisch. Früher nannte man diesen Mann Purser oder Zahlmeister. Und sie stammten aus Bremen oder Hamburg und nicht aus Trüllikon. Der Captain ist auch kein Kapitän sondern eine Kapitänin, heisst Maggie Ettlin und stammt aus der Schweiz. Da es dort kein Meer, jedoch viele Seen gibt, ist das Meer möglicherweise doch ein oder eine See.
Wir entfernen uns täglich mehr aus dem Zielgebiet des nordkoreanischen Raketenbastlers und aus dem Wirkungskreis des amerikanischen Twitterers: die politische Situation an Bord ist ruhig. Nächster Halt: Vanimo, Papua Neuguinea. Frau Thüt bereitet sich schon mal auf den Besuch bei den vermeintlichen Kannibalen vor. Dazu später mehr .. Das passende Lied zu diesem Eintrag: "100 Mann und ein Befehl" von Freddie Quinn, anschliessend "Ein Schiff wird kommen", gehaucht und gegurgelt von Paul Kuhn...
.... ein Wolkenschiff kommt geflogen ...
Donnerstag, Oktober 05, 2017
PNG (8) Abbufyap
Freitag, 6.Oktober, 5.30 am: abbufyap - oder: Auf nach Yap! Heute geht die Post ab. Noch hält sich die Sonne hinter dem Horizont versteckt. Die ersten Lichter von Colonia, der Hauptstadt des Inselstaates Yap, sind zu sehen. Heute werden wir unser eigenes Programm durchziehen. Bill hat uns versprochen, die alte Kanone zu laden und zum Empfang einen Böller abzuschiessen ... Ich werde mit den Mantas tauchen, Monika mit den Yapern tanzen. Später werden wir uns ein wenig ausruhen, im seichwarmem Wasser schwimmen und ab und zu was trinken.
HAm Abend Captains Dinner ... dazu, und zur Frage, wer denn eigentlich unsern Dampfer über den Marianengraben steuern wird, später mehr.
Please stay connected ....
H
PNG (7) Ngulu-Island - Fermata
Heute Mittag haben wir einen Sandhaufen namens Ngulu geentert. Die Schnorchler schnorchelten (Monika), die Taucher tauchten (Hape), die Lahmen lahmten (?), die andern süffelten Prosecco. Ein Tauchgang wie er in Mikronesien zu erwarten war: Riffs teilweise vom letzten Taifun zerstört, ansonsten ein paar Weissspitzenhaie (aiai), Rifffische, Mördermuscheln (oioioi). 29 C über und unter Wasser. (Bier 6 C). Sitze auf Deck 6 bei Bier und Cigarillo und beobachte wie die - nicht knallroten - Gummiboote von Ngulu zurückkehren.
Und auch das noch: Die Taucher mussten auf dem Gummiboot (Typenbezeicnung Zodiac Mach 6, getauft auf den Namen Kontiki (vom Winde verweht?), SCHWIMMWESTEN tragen. Ich wiederhole gerne: SCHWIMMWESTE. Für Nichttaucher: Eine Weste (man nennt sie zwar anders) gehört zur Grundausrüstung eines Tauchers. Man geht also auf diesem Schiff, das einem Venezianer mit Wohnort Monaco gehört, davon aus, dass Taucher fehlerhafte Ausrüstungen haben, prinzipiell NICHT schwimmen können und auch sonst doof sind.
Aber eben: Hinter jedem Matrosehirn (so heisst eine Korallenart) lauert ein amerikanischer Anwalt ...
Bald kommt Monika zurück von ihrem Schnorchelausflug. Vielleicht hat sie noch was Gscheits zu berichten. Immerhin hat sie, kurz vor der Passage durch das Riff, bereits Dutzende von Delfine gesichtet ... .
Bis später ...
Hape
PNG (6) PALAU - AHOI!
.... natürlich werden wir an Bord der Silver Discoverer und nicht an Bord irgendwelcher "Explorer" gehen. Ob die Verwechslung wohl auf die tropische Wirkung des Weissweins zurückzuführen ist? (Chardonnay Jacobs Creek - Kommentare zum Thema Wein sind nicht erwünscht.)
Sigswieswell - der Dampfer ist gestern Abend vor unserm Hotel vorbei gefahren, und die Köche hatten genügend Zeit, die Kombüse zu füllen.
Jaaaa! Und wie sie den Dampfer gefüllt haben. Zur Begrüssung gabs Champagner, der Prosecco war (und immer noch ist) ... Häpplis, die Amuse bouche waren und einen Regenbogen, der echt war.
Der Dampfer hat in der Zwischenzeit Fahrt aufgenommen, in wenigen Minuten werden wir die Passage durchqueren. Das Wetter meint es gut mit uns, die Fahrt durch die mikronesische Nacht kann beginnen.
Bis morgen in Ngulu ... bleiben Sie dran ... gleicher Blog ... gleiche Frequenz ... gleiche Zeit ..
Hape und M
Dienstag, Oktober 03, 2017
PNG (5) Palau - ad libitum
Weiter im Text: Ja - das Gepäck ist auch mitgekommen. Dank den guten Geistern von KUONI sogar ohne Mehrkosten. Morgen werden wir an Bord der EXPLORER gehen. Heute ruhen wir uns aus, schwimmen im lauwarmem Meer (30 Grad) und trinken ab und zu was. Das Palau Pan Pacific ist immer noch eine Wucht ... das schönste Hotel in ganz Mikronesien! Das W-LAN ist ungewöhnlich schlecht. (Das Hotel ist in japanischem Besitz, viele Gäste kommen aus Korea (nein - nicht aus dem Norden).
Der Laptop
schaffts nicht ins Netz. Ich wundere mich, dass die asiatischen Gäste ob der desolaten Datenlage nicht meutern.
Hier an der Bar versuche ich jetzt, per Handy die interstellaren Netzwerke anzuzapfen ... sche.... ein tropischer Regenguss verhindert zZ weitere journalistische Höhenflüge ... ich fliehe und lasse die Satzzeichen zurück .
Bis bald ..
M und HP
PNG (4): PALAU und der traurige Prinz
Montag, Oktober 02, 2017
PNG (3): Palau und das Intermezzo
Samstag, September 30, 2017
Autsch!
Kurz vor dem Abflug: Eine meiner Talgdrüsen ist wieder einmal ausgeflippt. Ab zum Arzt, betäuben, Messer wetzen, aufschneiden ... der Bembel explodiert ... Praxis versaut ... desinfizieren ... Antibiotika ... Schmerzmittel ... Flasche Rotwein ... und ab gehts ...
Papua-Neuguinea (2) Ouvertüre
Es ist Samstag, der 30. September 2017. Korean Airlines soll uns von Zürich via Seoul nach Palau fliegen.
Ich hätte eine andere Gesellschaft gewählt. Nicht nur, weil Seoul unweit der Grenze zu Nordkorea liegt ... Aber wir sind, wie erwähnt, mit einer Gruppe unterwegs. Die Gruppenreise wird von KUONI organisiert, an den Plänen gibt's nichts zu rütteln.
Da ich während unserer Schiffsreise auch tauchen werde, habe ich bereits frühzeitig das Zusatzgepäck angemeldet. Ich weiss bis heute nicht, ob es wirklich klappen wird, oder ob ich bereits vor der Abreise die Kreditlimite meiner Kreditkarten anritzen muss. Wenn Sie mir wohl gesonnen sind, wünschen Sie mir Glück. Sonst lassen Sie's einfach sein.
Montag, September 25, 2017
Papua-Neuguinea (1) Prolog
Nächsten Samstag (30.09.17) geht's los - bis dann!
Dienstag, September 19, 2017
Ich schreibe, also bin ich
«Lieber Monsieur Descartes, verzeihen Sie mir bitte meinen lockeren Umgang mit der Sprache. Der von Ihnen geprägte Grundsatz heisst natürlich: ‘Ich denke, also bin ich’. Ich bezweifle sogar, dass meine Überschrift wirklich zur Geschichte passt. Ich schreibe zwar tatsächlich, denke jedoch nicht, dass ich dieser Tatsache mein Dasein verdanke.»
Vielleicht sollte mein derzeitiges Lebensmotto eher heissen: «Ich korrigiere, also bin ich.» Oder, da auch meine Frau mitarbeitet: «Wir korrigieren, also sind wir.»
Ein anderes Mal verabschiedete sich der Computer scheinbar endgültig aus seinem digitalen Leben. Die Bedienungsanleitung empfahl mir einen Neustart. Dazu sollte man eine Büroklammer in eine Öse an der Rückseite stecken. Doch entweder war die Öse zu klein oder die Klammer zu gross. Ich entschied mich für eine Nähnadel aus den Beständen meiner Frau. Und es funktionierte! Die Anweisungen allerdings verstand ich nicht: Ich nehme an, dass es koreanisch war. Erst ein neuerlicher chirurgischer Eingriff mit der Nadel half weiter.
Während der Korrekturarbeiten kam es prompt zu Albträumen. Auf Seite 76 fehlte ein Einzug, zwei Seiten weiter frassen Himbären rote Braunbeeren, und auf Seite 136 fand ich das mir völlig unbekannte Wort «zutergeltern». Etwas später in der Nacht waren alle Kommas aus dem Text verschwunden. An ihrer Stelle befanden sich jetzt lustige Kringel. «Schreiben ist geschäftiger Müssiggang», befand Goethe. Mag sein, aber Goethe schrieb noch von Hand.
Eines Tages fand meine Frau heraus, dass ich mit einem vorsintflutlichen Korrekturprogramm aus dem letzten Jahrhundert arbeitete, sie hingegen mit dem aktuellsten Duden. Da sie zudem feststellte, dass meine Korrekturen weitere Fehler erzeugten, die zu neuen Korrekturen und weiteren Fehlern führten, beschloss ich, nochmals Mark Twain zu Rate zu ziehen:
Montag, September 18, 2017
Dein Name sei Otto (3)
ISBN 978-3-7448-5647-8 Verlag BoD
Jetzt auch als E-Book erhältlich!
Zum Verlag
Aus dem Logbuch eines Inselsammlers
U, Pohnpei
Sonntag, September 17, 2017
Dein Name sei Otto (2)
U, Pohnpei
Und so kam es, dass unser Chief vom kaiserlichen Amtsschreiber zum Otto geschlagen wurde.
Samstag, September 16, 2017
Dein Name sei Otto (1)
ISBN 978-3-7448-5647-8 Verlag BoD
Jetzt auch als E-Book zum Einführungspreis bei bod.de
Aus dem Logbuch eines Inselsammlers
U, Pohnpei
«Einbuchstabige Ortsnamen sind sehr selten. In Dänemark, Norwegen und Schweden findet man Gemeinden mit dem Namen ‘Å’, in Frankreich könnten wir auch in ‘Y’ leben, in Dänemark auch noch in ‘Ø’.» Und heute nun befinden wir uns also in ‘U’ und bei Otto.
Pohnpei ist eine sogenannte High Island, eine hohe Insel. Im Gegensatz zu den Flat Islands, den flachen Inseln, verfügt sie über einen Berg von mindestens neunzig Metern Höhe. Wenngleich solche «Gebirge» wohl nur gerade Holländer und Dänen in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen: In Zeiten der Klimaerwärmung und steigender Meeresspiegel ist es von unschätzbarem Wert, auf einer hohen Insel zu sitzen. Und nicht auf einer Sandbank, die gelegentlich im Meer verschwinden wird.
Pohnpei ist quasi ein Hügel im Wasser, von undurchdringlichen Mangrovenwäldern umgeben, mit Palmen bewachsen und mit einem Berg von eigenartiger Gestalt. So haben sich die Amerikaner einst erdreistet, das Symbol von Pohnpei Chickenshit-Mountain zu nennen. Ich denke nicht, dass ich diesen Ausdruck übersetzen muss.
Zurück zum Wasserfall: Da sämtliche Touristen, es werden hier wohl um die 5’000 pro Jahr eingeflogen, den schönsten und grössten Wasserfall des ganzen Pazifiks besuchen wollen, kommt ein schöner Batzen zusammen. Denn – wer den Wasserfall bestaunen möchte, bezahlt zwei US-Dollar, Kinder die Hälfte, Einheimische haben freien Zutritt.
Weitere Einnahmequellen sind drei alte japanische Panzer. Da sowohl die Japaner als auch die Amerikaner ihr altes Gerümpel nach Kriegsende einfach stehen und liegen liessen, mussten die militärischen Hinterlassenschaften irgendwie versilbert werden. Otto hat sie neu gestrichen und vor die Kirche stellen lassen. Einmal fotografieren kostet einen Dollar. Keine Antwort erhält man auf die Frage, weshalb der eine Panzer rosa und der andere hellblau bemalt wurde. Was aber weiter auch nicht stört. Denn immerhin sehen sie in diesen Farben eindeutig weniger bedrohlich aus.
Freitag, September 15, 2017
Missionare, Medis und Moneten - Aus dem Logbuch eines Inselsammlers 12
Hanspeter Gsell / Verlag BoD / Hardcover 296 Seiten / ISBN 978-3-7448-5647-8
Auch als E-Book erhältlich.
Die Geisterflotte von Chuuk
Dienstag, September 12, 2017
Missionare, Medis und Moneten - Aus dem Logbuch eines Inselsammlers 11
IMMER WIEDER FERNWEH
Logbuch eines Inselsammlers
HANSPTER GSELL
ISBN 978-3-7448-5647-8
Verlag BoD, Norderstedt
Taschenbuch 296 Seiten
Erhältlich überall wo's gute Bücher gibt.
Richtpreise: CHF 24.50 / EURO 19.50
Weno, Chuuk
Vater Gutgenug und die Zehn Gebote
Sonntag, September 10, 2017
Missionare, Medis und Moneten . Aus dem Logbuch eines Inselsammlers 10
ISBN 978-3-7448-5647-8 Verlag BoD, Norderstedt
Taschenbuch 296 Seiten
Erhältlich überall wo's gute Bücher gibt.
Zum Beispiel bei:
http://shop.pfaff-sissach.ch
oder direkt beim Verlag:
www.bod.ch
Auf Wunsch mir persönlicher Widmung
erhältlich: hpgsell@bluewin.ch
Weno, Chuuk
Tödliches Verhängnis
Samstag, September 02, 2017
Aus dem Logbuch eines Inselsammlers
Hanspeter Gsell
ISBN 978-3-7448-5647-8
Verlag BoD, Norderstedt
Taschenbuch 296 Seiten
Ab sofort erhältlich.
Überall wo es gute Bücher gibt.
Auf Wunsch mir persönlicher Widmung
erhältlich: hpgsell@bluewin.ch
http://shop.pfaff-sissach.ch
1 Buch │ 50 Inseln │80 Geschichten
120 Reisetipps │296 Seiten │




















